Wie Du anfängst
Dein selbst gestricktes Winterset
Ob schlichtes Perlmuster, klassischer Zopf oder farbenfrohes Fair Isle: Mit selbst gestrickten Accessoires gestaltest Du Deinen Winter genau so, wie er Dir gefällt.
Beginne mit einem Projekt, das zu Deiner Erfahrung passt, und steigere Dich vom Schal über die Mütze bis zu den Handschuhen. Mit einer passenden Anleitung und dem richtigen Garn entsteht so nach und nach ein vollständiges Winterset.
Dein Winterset
Gerade bei Schals kannst du der Fantasie komplett freien Lauf lassen.
Such dir ein Muster aus und fang einfach an, zu stricken!
Mützen und Handschuhe sind deutlich komplizierter - Aber Du schaffst das!
Maschenzahl berechnen
Wie viele Maschen musst Du anschlagen?
Wie viele Maschen Du brauchst, hängt von mehreren Faktoren ab:
- der gewünschten Breite oder dem benötigten Umfang
- der Garnstärke
- der verwendeten Nadelstärke
- dem gewählten Muster
- Deiner persönlichen Fadenspannung
Die zuverlässigste Grundlage ist deshalb immer eine Maschenprobe.
Maschenzahl für einen Schal
Bei einem mitteldicken Garn und einer Nadelstärke von ungefähr 3 bis 4 Millimetern kannst Du für einen klassischen Schal etwa 30 bis 50 Maschen anschlagen.
Die genaue Anzahl richtet sich danach, wie breit Dein Schal werden soll und wie viele Maschen Du laut Maschenprobe für zehn Zentimeter benötigst.
Auch bei der Länge entscheidest Du nach Deinem Geschmack. Ein Schal für Erwachsene ist häufig zwischen einem und zwei Metern lang. Du kannst ihn natürlich kürzer, länger, schmaler oder breiter gestalten.
Maschenzahl für eine Mütze
Eine Mütze kannst Du in Runden auf einer Rundstricknadel oder mit einem passenden Nadelspiel stricken. Zum oberen Ende hin werden nach und nach Maschen abgenommen, bis die Mütze geschlossen werden kann.
Wenn Du ohne fertige Anleitung arbeitest, misst Du zunächst den Kopfumfang. Anschließend ermittelst Du mithilfe Deiner Maschenprobe die benötigte Maschenzahl.
Ein Beispiel:
Deine Maschenprobe ergibt 20 Maschen auf 10 Zentimetern. Das entspricht zwei Maschen pro Zentimeter. Bei einem Kopfumfang von 54 Zentimetern rechnest Du:
54 Zentimeter × 2 Maschen = 108 Maschen
Damit erhältst Du zunächst eine Ausgangszahl von 108 Maschen. Je nach Muster, Bündchen und gewünschtem Sitz kann diese Zahl noch angepasst werden. Achte außerdem darauf, ob Dein Muster eine bestimmte Maschenzahl oder einen teilbaren Mustersatz verlangt.
Maschenzahl für Handschuhe und Fäustlinge
Handschuhe und Fäustlinge sind meist der anspruchsvollste Teil eines Wintersets. Neben dem Umfang spielen Daumen, Finger beziehungsweise die Form der Spitze eine wichtige Rolle.
Wenn Du noch wenig Erfahrung hast, sind Fäustlinge leichter zu stricken als Fingerhandschuhe. Für die genaue Maschenzahl und den vollständigen Aufbau empfehlen wir Dir eine passende Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Zur Anleitung „Fäustlinge selber stricken“
Wolle und Garnstärke
Welche Wolle eignet sich für Winteraccessoires?
Grundsätzlich kannst Du Winteraccessoires aus vielen unterschiedlichen Garnen stricken. Die Materialwahl beeinflusst jedoch, wie sich das Garn verarbeiten lässt, wie warm sich das fertige Accessoire anfühlt und wie es später gepflegt werden muss.
Merinowolle
Merinowolle ist weich, atmungsaktiv und angenehm warm. Dadurch eignet sie sich besonders gut für Schals und Mützen, die direkt auf der Haut getragen werden.
Achte bei der Auswahl auf die Pflegehinweise. Je nach Ausrüstung kann das fertige Strickstück maschinenwaschbar sein oder eine besonders schonende Behandlung benötigen.
Alpakawolle
Alpakawolle ist leicht und besitzt sehr gute wärmende Eigenschaften. Sie ist ideal für kalte Wintertage und verleiht Accessoires eine weiche, hochwertige Optik.
Da Alpaka weniger elastisch als klassische Schurwolle ist, kann eine Garnmischung sinnvoll sein. Sie gibt Mützen und Bündchen mehr Formstabilität.
Synthetische Garne
Garne aus synthetischen Fasern sind meist preisgünstig, strapazierfähig und pflegeleicht. Sie werden in vielen Farben angeboten und lassen sich häufig unkompliziert verarbeiten.
Das macht sie zu einer praktischen Wahl für Anfänger und für Accessoires, die regelmäßig getragen und gewaschen werden. Auch Mischgarne aus Natur- und Kunstfasern können Wärme, Formstabilität und Pflegeleichtigkeit gut miteinander verbinden.
Welche Garnstärke passt?
Für Mützen und Schals ist ein mitteldickes Garn häufig eine gute Wahl. Es lässt sich angenehm verarbeiten und sorgt für ausreichend Wärme, ohne dass das Accessoire zu schwer wird.
Auch dicke Garne eignen sich für Winteraccessoires. Sie erzeugen ein markantes Maschenbild und lassen das Projekt besonders schnell wachsen.
Als Orientierung kannst Du nach Garnen für eine Nadelstärke von etwa 4 bis 5 Millimetern suchen. Entscheidend bleiben aber immer die Angaben in Deiner Anleitung und auf der Garnbanderole.
Musterideen für kalte Tage
Auch bei Winteraccessoires gilt: Erlaubt ist, was gefällt!
Grundlagen und Muster
Was solltest Du beim Stricken von Winteraccessoires beachten?
Ob Du einen einzelnen Schal oder gleich ein passendes Set aus Mütze, Schal und Handschuhen stricken möchtest: Wähle zunächst ein Modell, das zu Deiner Erfahrung passt.
Wenn Du noch nicht lange strickst, beginnst Du am besten mit einem Schal. Danach kannst Du Dich an eine Mütze und schließlich an Handschuhe oder Fäustlinge wagen. So steigerst Du den Schwierigkeitsgrad Schritt für Schritt.
Eine passende Strickanleitung hilft Dir dabei, Garnmenge, Nadelstärke und Maschenzahl richtig aufeinander abzustimmen. Gleichzeitig kannst Du Dich ganz auf das Stricken konzentrieren, ohne jeden Arbeitsschritt selbst berechnen zu müssen.
Welche Muster kannst Du wählen?
Glatt rechts
Glatt rechts gehört zu den klassischen Strickmustern und eignet sich gut für den Einstieg. Beim Stricken in Reihen arbeitest Du abwechselnd rechte und linke Reihen. In Runden werden dagegen nur rechte Maschen gestrickt.
Wenn Du gerade erst anfängst, ist ein glatt rechts gestrickter Schal ein überschaubares erstes Projekt. Anschließend kannst Du das Muster für eine Mütze oder passende Fäustlinge verwenden.
Beachte bei einem Schal, dass sich glatt rechts gestrickte Ränder einrollen können. Eine passende Randgestaltung oder ein zusätzliches Bündchenmuster kann das verhindern.
Zopfmuster
Zopfmuster sind etwas anspruchsvoller, erzeugen dafür aber einen schönen dreidimensionalen Effekt. Je nach Muster werden einzelne Maschengruppen mithilfe einer Hilfsnadel miteinander verkreuzt.
Ein einzelner Zopf kann bereits einen schlichten Schal oder eine Mütze aufwerten. Aufwendigere Kombinationen aus mehreren Zöpfen eignen sich besonders für geübte Strickerinnen und Stricker.
Fair Isle
Bei Fair-Isle-Mustern arbeitest Du innerhalb einer Reihe mit mehreren Farben. Auf diese Weise entstehen grafische Muster, traditionelle Motive oder moderne Farbkombinationen.
Da die nicht benötigten Fäden auf der Rückseite mitgeführt werden, kommt es auf eine gleichmäßige Fadenspannung an. Diese Technik eignet sich deshalb vor allem, wenn Du bereits etwas Erfahrung gesammelt hast.
Perlmuster
Das Perlmuster entsteht durch den regelmäßigen Wechsel von rechten und linken Maschen. Dadurch erhält Dein Strickstück eine gleichmäßige, plastische Oberfläche.
Das Muster sieht von beiden Seiten ansprechend aus und rollt sich kaum ein. Deshalb eignet es sich besonders gut für Schals, Loops und andere Accessoires, bei denen beide Seiten sichtbar sein können.


































































































































































